Trend bei Hochhäusern – Going Green

Bildquellenangabe: I. Rasche/pixelio.de

Neben vielen anderen Aspekten bezüglich einer zukunftsfähigen Politik und Wirtschaft, mit denen sich die Weltgemeinschaft auseinanderzusetzen hat, existieren für die Immobilienbranche zwei wichtige Problemstellungen. Sie muss einer stetig wachsenden und Stadtbevölkerung genügend Wohnraum bieten, und dieser Wohnraum muss ökologischen Nachhaltigkeitskriterien entsprechen. Der neue Trend des Going Green in der Baubranche verspricht interessante Lösungen. Das Wohnen in so genannten grünen Gebäuden, was in den Großstädten meist grüne Hochhäuser meint, stellt für den ökologisch orientierten Städter oder Mieter eines Bürokomplexes eine interessante Alternative zu der oftmals viele Ressourcen verschwendenden herkömmlichen Bauweise dar. Beim Bau oder bei der Sanierung von Hochhäusern wird aufgrund eines erwachten ökologischen Bewusstseins seitens der Stadtplaner und der Bauherren großer Wert auf Nachhaltigkeit gelegt. Dies schließt verschiedenste Aspekte ein, so wird darauf geachtet, dass Ressourcen wie Wasser, Strom oder Material effizient eingesetzt werden. Auch Aspekte wie Müllrecycling, der zu erwartende Lebenszyklus eines Gebäudes und die Möglichkeiten seiner Demontage spielen eine Rolle.

In den USA ist in diesem Zusammenhang die LEED Zertifizierung eingeführt worden, welche darüber Aufschluss gibt, wie umweltschonend und energieeffizient ein Gebäude ist. So wurde der „Bank of America Tower“ unter Nachhaltigkeitsaspekten saniert und erhielt 2008 eine Auszeichnung der amerikanischen Umweltschutzbehörde, weil das sanierte Gebäude 34% weniger Energie verbraucht als vergleichbare unsanierte Hochhäuser. Auch das 2010 fertig gestellte „1450 Brickell“ Gebäude kann als eine Erfolgsgeschichte verbucht werden, es erhielt als erstes Bürogebäude von Miami den LEED Gold Standard. Aufgrund seiner Lichtdurchlässigkeit wird weniger Strom für Kunstlicht benötigt, zusätzlich ist die Wärmedämmung auf dem neuesten Stand. 75% der Baumaterialien sind recycelt und ein Drittel der benötigten Energie stammt aus grüner Produktion. Noch Zukunftsmusik sind dagegen Pläne, die in Hochhäusern eine Kombination aus Wohnen, Arbeiten und Nahrungsmittelproduktion mithilfe von „vertical farms“ entstehen lassen wollen. Lebensmittel sollen kostengünstig direkt beim Verbraucher erzeugt werden, womit die umweltschädlichen Transportwege wegfallen würden. Nicht nur für den Erhalt des Planeten sind solche Pläne unabdingbar, auch Investoren kommen hier auf ihre Kosten. Grüne Hochhäuser sind wohl langfristig gesehen besser vermietbar, besitzen einen höheren Wiederverkaufswert und weisen geringere Unterhaltskosten auf.

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